FAQ

Wie viele Bio-Hühner leben in unserem Stall?

In unserem mobilen Bio-Hühnerstall leben derzeit 300 Sandy-Bio-Hühner.

Mit dieser Größe sind wir ein Kleinstbetrieb. In Deutschland leben 59 Prozent aller Legehennen in Betrieben mit mehr als 100.000 Legehennen, weitere 23 Prozent in Betrieben mit über 10.000 Legehennen. (Zahlen von Dezember 2016)

Vom Gesetz her ist für jedes Huhn genau vorgeschrieben wie viel Fläche am Boden, wie viel Platz auf einer Sitzstange, wie viel Platz am Futtertrog und an der Tränke und wie viele Legenester im Stall vorhanden sein müssen. Diese gesetzlich vorgeschriebenen Bedingungen pro Bio-Huhn haben wir in unserem Stall bisher noch nicht ganz ausgeschöpft, so dass auch noch ein paar Bio-Hühner mehr bei uns einziehen könnten.

Würden in unserem Stall keine Bio-Hühner, sondern konventionelle Hühner leben, so dürften in unserem Stall fast doppelt so viele, also über 600 Legehennen gehalten werden.

Was hat es mit der Hühnerrasse „SANDY“ auf sich?

Unsere Eier sind von der Rasse Sandy, dem besonderen Zweinutzungshuhn bei welchem auch die männlichen Küken aufgezogen werden.

Die männlichen Sandy-Küken wachsen in der Mast langsamer als übliche Masthähnchen, sie brauchen also mehr Futter bis sie die gleiche Größe erreicht haben. Die Aufzucht der männlichen Sandy-Küken als Masthähnchen ist daher nicht so lukrativ. Die Mast der männlichen Küken lohnt sich aber doch, weil sie beim Kauf von weiblichen Küken durch einen höheren Preis mitfinanziert wird.

Sandy ist eine ganz besondere Hühnerrasse, die gezüchtet ist aus einer Kreuzung eines weißen und eines braunen Huhns.

Sie erkennen die Sandy-Eier an der Farbe der Schale: Sandy-Eier sind weder weiß noch braun sondern cremfarben, wir bezeichnen sie daher gerne auch als unsere „Perlen“.

Unsere Sandy Legehennen beginnen etwa im Alter von 20 Wochen Eier zu legen. In der Anfangszeit legen die Junghennen etwas kleinere Eier. Auch später werden immer wieder einmal manche Eier etwas größer oder etwas kleiner ausfallen. Wir verkaufen sie so wie unsere Hühner sie legen, Sie werden in Ihrer Schachtel also manchmal auch etwas größere oder kleinere Eier finden.

Woher genau stammen die Sandy-Hüher?

Unsere 300 Sandy-Hühner sind alle aus einem Schlupf der Bio-zertifizierten Eiermacher GmbH aus Österreich. In Kremsmünster zwischen Linz und Salzburg werden in der Brüterei der Eiermacher GmbH Bio-Küken ausgebrütet und anschließend als Bio-Legehennen und als Bio-Hähne eingesetzt.

Die Brüder unserer Sandy-Hühner werden von der Eiermacher GmbH selbst aufgezogen und in eigener Schlachterei geschlachtet und zu Bio-Grillhähnchen oder Bio-Hähnchenfleisch verarbeitet. Mehr Infos zur Eiermacher GmbH gibts hier.

Was genau bedeutet Bio-Weidehaltung?

Bei den Haltungsformen für Legehennen unterscheidet man zwischen Käfighaltung, Bodenhaltung, Freilandhaltung und Bio-Haltung. Der Großteil der weltweit gelegten Eier entstammt der Käfighaltung. Nach der Legehennenverordnung ist die konventionelle Käfighaltung in Deutschland seit dem 1. Januar 2009 verboten, davon ausgenommen sind so genannte ausgestaltete Käfige.

In Deutschland entfielen von der Eierproduktion 2012

64,0 % auf die Bodenhaltung Ziffer 2 im Erzeugercode auf dem Ei
14,6  % auf die Freilandhaltung Ziffer 1 im Erzeugercode auf dem Ei
13,2  % auf die Haltung in Kleingruppen Ziffer 3 im Erzeugercode auf dem Ei
8,2  % auf die ökologische Erzeugung Ziffer 0 im Erzeugercode auf dem Ei

Die Bio-Haltung bzw. ökologische Erzeugung schreibt einen Auslauf für die Legehennen vor. Unsere Legehennen aus Weidehaltung dürfen beim Auslauf nicht nur nach draußen, sondern sie dürfen hinaus auf eine stets frische grüne Weide.

Genauere Infos zu den Haltungsformen

Die Haltungsform wird in der EU bei allen Eiern - außer beim unsortierten Verkauf ab Hof - im Erzeugercode auf das Hühnerei gedruckt. Als Kleinstbetrieb mit Verkauf ab Hof dürfen wir auf das Stempeln unserer Eier und auf die Sortierung nach Größe verzichten.

Unsere Eier entstammen der ökologischen Erzeugung nach Naturland-Richtlinien mit Weidehaltung. Wir erfüllen dabei die noch strengeren Richtlinien von Naturland, die über die EG-ÖKO-Verordnung hinausgehen.

Was genau sagt mir das Mindesthaltbarkeitsdatum?

Auf jeder unserer Eierschachteln finden Sie gemäß der gesetzlichen Vorgaben einen Datums-Stempel, der das Mindesthaltbarkeitsdatum angibt. Dieses besagt, bis wann die Eier mindestens haltbar sind.

Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist gesetzlich festgelegt auf 28 Tage nach dem Legetag. Sie können also aus dem Mindesthaltbarkeitsdatum den genauen Legetag der Eier errechnen.

Kühl gelagerte Eier sind im Kühlschrank 2 bis 4 Wochen über das Mindesthaltbarkeitsdatum hinaus haltbar. Es sollte dabei jedoch darauf geachtet werden, dass die Eier im Kühlschrank keinen Fremdgerüchen ausgesetzt sind (gerade im Kühlschrank ist dies schnell der Fall), weil durch die Poren der Schale relativ leicht Fremdgerüche und damit auch Fremdgeschmack in das Innere des Eies gelangen.

In den ersten 18-20 Tagen können Eier auch ungekühlt gelagert werden, denn die Eier haben einen natürlichen Schutz. Während dieser Zeit verfügt das Ei über natürliche Abwehrstoffe gegen Krankheitserreger und Keime.

Wofür eignen sich die Eier je nach Frischegrad am besten?

Frische bzw. legefrische Eier

Erst nach 3-4 Tagen entwickeln die Eier ihr volles Aroma und haben dann die beste Verwertbarkeit. Sie eignen sich jetzt sehr gut für die Zubereitung von pochierten und verlorenen Eiern und zum Schlagen von Eischnee. Für rohe Speisen (Tiramisu) und Getränke sollten stets „legefrische“ Eier verwendet werden.

Bei einem frischen Ei liegt das stark gewölbte Eidotter in der Mitte des Eiklars. Das dickflüssige Eiklar bildet einen Ring um das Eigelb. Ältere Eier haben ein flaches, breites Dotter, die Membrane platzt leicht und das Eiweiß breitet sich dünnflüssig aus.

Reife Eier - etwa zwei Wochen nach Legedatum

Zum Kochen eignen sich die Eier am besten im Alter von etwa zwei Wochen. Sind die Eier noch frischer als zwei Wochen, so lassen sie sich nur schwer pellen. Die Schalenmembrane sorgt dafür, dass das Eiweiß eng an der Schale haftet. Bei frischen Eiern konnte noch keine Luft zwischen Schale und Schalenmembrane gelangen und deshalb löst sich die Schale schlecht.

Älter als Mindesthaltbarkeitsdatum

Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist gesetzlich festgelegt auf 28 Tage nach dem Legedatum. Nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums sollten die Eier nur noch zum Kochen (mindestens 70° Celsius) oder Backen verwendet werden und können mit vollem Genuss verzehrt werden. Gekochte Eier sind zwei bis vier Wochen länger haltbar.

Schwimmprobe

Legen Sie ein rohes Ei in kaltes Wasser. Wenn das Ei flach auf dem Boden liegen bleibt, ist es noch sehr frisch. Hält es sich senkrecht in der Schwebe, so ist es schon zwei bis drei Wochen alt. Wenn das Ei schwimmt und mit der Spitze deutlich aus dem Wasser ragt, hat sich die Luftkammer während der Lagerzeit schon stark vergrößert, dieses Ei ist über einen Monat alt.

Können die Eierschachteln zurückgegeben und wieder verwendet werden?

Nach den aktuellen Lebensmittelhygienevorschriften dürfen wir die Papier-Schachteln für unsere Eier nur einmalig verwenden. Wir können daher leider die Eierschachteln nicht zur nochmaligen Verwendung zurück nehmen.

Wir sammeln aber gerne Ihre benutzen Eierschachteln, um sie zum Basteln an Kindergärten oder sonstige Bastelfreunde weiter zu geben.

Was genau bedeutet „bio“ bzw. “biologisch“ bzw. „ökologisch“?

Alle drei Begriffe bezeichnen dieselben Anforderungen und können gleichbedeutend verwendet werden. Als Bio-Lebensmittel oder biologische Lebensmittel oder ökologische Lebensmittel dürfen Produkte bezeichnet werden, welche mindestens nach den Standards der EG-Öko-Verordnung von 2007 erzeugt wurden. Nur dann dürfen Sie das EU-Bio-Siegel tragen.

Das neue, aktuelle EU-Bio-Siegel

Das alte EU-Bio-Siegel

Die EG-ÖKO-Verordnung regelt zum Beispiel Bedingungen für den Pflanzenbau und auch für die Tierhaltung, im Pflanzenbau zum Beispiel gelten folgende Vorgaben:

  • Keine gentechnisch veränderten Pflanzen
  • Kein chemisch-synthetischen Pflanzenschutz
  • Kein schnell wirksamer Mineraldünger
  • Kein Klärschlamm, etc.

 

 

In der Tierhaltung sind insbesondere folgende Vorgaben einzuhalten:

  • Artgerechte Haltung bezüglich Platzbedarf, Auslauf, etc.
  • Mindestens 95% Bio-Futter
  • Verzicht auf Wachstumshormone, etc.
  • Einsatz von Medikamenten und Antibiotika nur nach tierärztlicher Verordnung und mit doppelter Wartezeit für die von diesen Tieren gewonnenen Lebensmittel.

Die Ökoverbände wie zum Beispiel Naturland, Bioland oder Demeter legen für ihre Zertifizierung weitere Bedingungen fest, welche in ihrer Strenge die EU-Öko-Verordnung noch übersteigen. Diese besonders strengen Bedingungen betreffen zum Beispiel die Aussaat, die Düngung und Pflanzenschutzmaßnahmen sowie Fütterung und Haltung der Tiere und die Kennzeichnung erzeugter Bio-Produkte.

Zertifizierung/Kontrollen

Als zertifizierter Biobetrieb unterliegen wir einmal pro Jahr einer angemeldeten Kontrolle und zusätzlich auch unangemeldeten Kontrollen. Diese werden bei uns durch die Prüfstelle LACON durchgeführt. Hierbei werden die Erzeugungsvorschriften nach EU-ÖKO-Verordnung und nach den noch strengeren Naturland Richtlinien geprüft.